Fr 18 Mai 2012
Trepp auf, Trepp ab für die süße Verführung
Geschrieben von Joern unter Unterwegs
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Der letzte Urlaubstag auf Sizilien brach an. Und wieder einmal ohne fließendes Wasser. Diesmal war ich es nicht die es alle gemacht hat. Es lief einfach nicht. Also legten wir uns wieder ins Bett und warteten dösend und lesend auf Wasser aus dem Hahn. Nachdem es in der Wasserleitung gewaltig gekracht und gegluggert hat, konnte der Tag beginnen. Wir frühstückten wie immer sehr ausgiebig und Jörn schrieb dabei die Karten an die daheimgebliebenen Freunde.
Gegen 11.00 Uhr starteten wir in Richtung “Ragusa”. Dies sollte unser erstes Ziel für heute sein. Wir fanden es schnell und die Fahrt verlief ohne das typische italienischen Verkehrschaos. Die Stadt Ragusa ist zweigeteilt. In der Oberstadt stellten wir das Auto ab und liefen dann weiter Richtung Unterstadt. Die Unterstadt ist die Altstadt. Ragusa wird, so hat man den Eindruck, von den Touristen vergessen. Die Straßen waren wir leergefegt und da war es noch vor der Siesta. Wir steigen unzählig viele Treppen runter und hatten dabei einen wunderschönen Blick auf die Altstadt. Das Foto von heute zeigt im Übrigen die “Duomo di San Giovanni Battista”
Unser nächstes Ziel das Tages war “Modica”. Dies lag nur weniger Kilometer von Ragusa entfernt. Laut unseren Reiseführer soll Modica ein wundervoller Ferienort für den anspruchsvollen Reisenden sein. Dies eröffnete uns auf den ersten Blick so gar nicht. Kein Mensch war zu sehen. Wir stiegen wieder unzählig viele Treppen hoch und schlenderten durch die Altstadt. Schade ist nur das jedes zweite Haus dem Verfall preisgegeben ist. Wenn man viel Geld hätte, könnte man 2/3 der Stadt kaufen. Die Schilder “Zu Verkaufen” fallen einem immer wieder ins Auge.
Auch soll Modica die Stadt der Schokolade sein….? Aber nur wo..? Durch eine enge Gasse und unzähligen Stufen kamen wir wieder nach unten. Und irgendwie war da doch Leben. Und die Siesta schien vorbei. Es war gegen 16.00 Uhr. Wir kamen auf die Hauptstraße. Dort setzten wir uns in ein Cafe und genossen einen Kaffee, Eis und ein Stück Kuchen. Wir fanden dann auch die “Süße Verführung” und naschten. In den Läden der Hauptstraße versorgten wir uns dann mit Erinnerungen für zu Hause.
Der Heimweg zog sich ewig hin, so dass wir erst gegen 19.30 Uhr zu Hause ankamen. Wir aßen die Rester unseres Schinken und Salamie und ließen den Tag ausklingen.
Heute wurde mir nocheinmal so richtig bewußt, was für die Italiener “Siesta” heißt. Die sperren gegen 13.00 Uhr alles zu. Ob Laden, Bank oder Kneipe und gehen dann nach Hause. Und wenn die Welt untergehen würde. Sie machen Siesta. Gegen 16.30 Uhr geht es dann wieder los. Und die Straßen sind brechend voll. Nee Nee so kann man, glaube ich, wirtschaftlich nicht vorwärts kommen.
Morgen heißt es schon wieder packen und Heimflug
. So schnell vergeht eine Woche Urlaub.








